Arbeitslos mit KI?

Digitalisierung – KI (künstliche Intelligenz)

Unser erster Mythos beschäftigt sich mit dem Thema künstliche Intelligenz. Wird künstliche Intelligenz uns allen die Arbeitsplätze weg nehmen oder brauche ich künftig ggf. gar nicht mehr selber zu denken. Wie gefährlich ist künstliche Intelligenz überhaupt? 

 

Theoretischer Einblick

Bevor wir uns mit dem Mythos „Künstliche Intelligenz wird den Menschen abschaffen“ befassen, noch mal ein kurzer Blick auf die Definition von KI – angelehnt an das Frauenhofer Instituts.  

 

Als Künstliche Intelligenz (KI) werden IT-Lösungen bezeichnet, die selbstständig Aufgaben erledigen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die zugrundeliegenden Regeln, wie etwas gemacht werden soll, nicht explizit durch den Menschen vorgegeben sind. 



Ein konkretes Beispiel: Bisher musste ich einem Roboter immer sagen, wie er von Punkt A nach Punkt B kommt. Ohne genaue Vorgaben, kam er dabei schnell vom Kurs ab und landete im Nirwana. Bisher erforderten diese Aufgaben also menschliche Intelligenz und dynamische Entscheidungen. Mittels einer künstlichen Intelligenz entscheidet der Roboter allerdings selbständig, wie er von A nach B kommt. Dabei lernt die KI ständig auf Basis neuer Daten, bisheriger Unfälle und und und das Ziel von Mal zu Mal besser und schneller zu erreichen.  

 

Vereinfacht gesagt handelt es sich also um einen etwas klügeren und meist viel komplizierter aufgebauten Taschenrechner, der zwar Berechnungen durchführen und Entscheidungen treffen kann, jedoch nicht versteht, was er da gerade selber macht. KI hat also – zumindest Stand heute – auch kein Gewissen oder Bewusstsein, wie man es in manchen Kinofilmen es uns immer wieder vortäuschen will.   

 

Und genau hier kommen wir auch schon an die aktuellen Grenzen der KI, weshalb in der Wissenschaft auch gerne über den Begriff „künstliche Intelligenz“ gestritten wird.  

 

Es ist eben nicht so, dass künstliche Intelligenz einen Teil von uns ersetzt, wie es z.B. eine Prothese macht, wenn wir unseren Arm verloren hat. Vielmehr unterstütz uns die KI bei Aufgaben, die wir nicht so gut können oder wofür wir unheimlich viel Zeit brauchen würden – z.B. die Analyse von einer großen Menge an Daten.  

 

Es bleibt aber weiterhin unsere Aufgabe die Ergebnisse zu kontrollieren, zu plausibilisieren und ethisch einzuordnen.  

 

Um einen Menschen ersetzten zu können bräuchte es von der Maschine Gefühle, Instinkte, Stimmungen, Wahrnehmungen, Berührungen genauso wie Schmerz und Sterblichkeit. Dann würden wir aber wahrscheinlich nicht mehr von einer KI sprechen, sondern vielmehr von einem Lebewesen.  

KI sorgt daher maximal dafür, dass wir langweilige, sich ständig wiederholende Aufgaben ohne menschlichen Bezug abgeben können und uns vielmehr auf unsere menschlichen Fähigkeiten konzentrieren können. Natürlich kann eine Maschine einen Cocktail mixen oder eine Person pflegen. Das persönliche Gespräch inkl. Verständnis für die Situation des anderen und die vielen klugen Ratschlägen würde dann aber vollkommen auf der Strecke bleiben. Eine Studie aus 2018 von PwC betont daher, dass 71% der Unternehmen KI als Unterstützung für die MA einsetzen möchten – als Unterstützung, nicht als Ersatz!  

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